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Werkhersteller: Poljot

Kaliber: 3133 - Nachbau des Valjoux 7734

Modelljahr dieser Uhr: nach 2000

Produktionszeitraum des Uhrwerks: 1976 bis 2011

 

Funktionen

Aufzug: Handaufzug

Zeitanzeige: kleine Sekunde / Minute / Stunde

Chronograph: zentral 60s / dezentral 30min

Datum: nur Datum - Schaltet durch Wechsel von 23 und 24 Uhr.

Schaltwerk: Nockenschaltung

 

Technische Daten

Gangreserve: 51 Stunden

Schlagzahl: 21600 pro Stunde

Größe: 14 Linien

Steinanzahl: 23

 

Es soll eine Junkers mit dem Poljot Kaliber 3133 revidiert werden. Eine Revision wurde noch nicht durchgeführt an dieser Uhr. Außerdem ist sie nicht viel gelaufen. Die Schmierstoffe sind bereits komplett vertrocknet, sodass sie nur noch sehr schlecht mit geringer Amplitude läuft. Sie bleibt schon nach kurzer Zeit stehen.

 

Der Rückboden ist hinten beschlagen, obwohl er noch dicht ist. Das dürfte vermutlich durch verschiedene Lagerbedingungen entstanden sein. Verflüchtigte Öle schlagen sich manchmal ebenfalls auf das Glas nieder. Einen Wasserschaden hat sie nicht.

 

Das Innenleben wird ausgebaut. Auch die Drücker werden abmontiert, um später alles gründlich reinigen zu können.

 

Zifferblatt und Zeiger werden nun entfernt.

 

Beginnen wir mit der Rückseite.

 

Deck- und Lochstein sowie die Stoßsicherungsfeder werden entfernt.

 

Sie werden gleich in ein Reinigungskörbchen gelegt. Auf dem Deckstein (rechts im Bild) ist bereits gut der vertrocknende Schmierstoff zu erkennen.

 

Die Unruh mit Kloben wird daraufhin entnommen.

 

Das Axialspiel (Höhenluft) der Unruh wurde bei Poljot häufig mit kleinen Plättchen korrigiert. Davon liegen hier zwei Stück darunter.

 

Weiter geht es mit dem Zerlegen des Chronographenmechanismus.

 

Alles wird nach und nach abgebaut.

 

Übrig geblieben ist nur noch das Laufwerk. Der Antrieb (Federhaus) lässt sich jetzt auch abspannen.

 

Das Mitnehmerrad, das die Drehbewegung vom Räderwerk auf den Chronographen überträgt, ist auf einem verlängerten Zapfen vom Sekundenrad aufgepresst.

 

Um es zu entfernen, gibt es einen speziellen Presto-Abheber für Räder mit ungerader Schenkelzahl. Natürlich gibt es auch entsprechendes Werkzeug für Räder mit gerader Schenkelzahl.

 

Die Stützen (rote Pfeile) werden gegen die Platine gedrückt. Mit den Greifern (schwarze Pfeile) wird das Rad von unten gepackt und nach oben abgezogen.

 

Solche Räder dürfen nur mit Spezialwerkzeug abgehoben werden. Andernfalls besteht die große Gefahr, den Zapfen zu verbiegen. Das Rad wird dadurch beschädigt und die Kraftübertragung wird unregelmäßig. Solche Probleme zeigen sich dann auf der Zeitwaage in Form eines welligen Diagramms.

 

So sieht das dann aus.

 

Das Rad wurde sicher entfernt.

 

Bevor es mit der Rückseite weitergehen kann, muss erst das Viertelrohr auf der Vorderseite vom Minutenrad abgezogen werden.

 

Vorderseite.

 

Die Datumsmechanik wird abgebaut.

 

Das Viertelrohr wird ebenfalls mit einem Presto-Abheber abgehoben. Auch hier ist es wichtig, nur dafür geeignetes Werkzeug zu verwenden. Warum? Der Minutenradstein könnte platzen und die Minutenradwelle sich möglicherweise verbiegen.

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