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Die Zeigerstellvorrichtung wird ebenfalls gleich mit abgebaut.

 

Hier sieht man alle Bauteile der Vorrichtung.

 

Hoppla. Die Stoßsicherungsfeder war nicht richtig eingerastet gewesen. Was bei dem Loch- und Deckstein, der Vorderseite, ganz kurios war, ist, dass der Deckstein nicht in die Fassung vom Lochstein gepasst hat. Beschädigungen oder einen Grat konnte ich unter dem Mikroskop nicht erkennen. Deswegen ist die Feder auch einseitig herausgesprungen, weil der Deckstein schief drin gesessen hat. Letztendlich musste ich einen neuen Deckstein nehmen, der minimal kleiner war.

 

Jetzt geht es wieder weiter mir der Rückseite.

 

Die Hemmung mit dem dazugehörigen Kloben und Brücke wird abgebaut.

 

Als nächstes kann das gesamte Räderwerk und das Federhaus entfernt werden.

 

Der Schmierstoff ist richtig eingetrocknet. So hätte die Uhr nicht weiter laufen können und dürfen.

 

Weitere Beispiele.

 

Das 3133 ist nun komplett zerlegt. Wie erwartet waren keine Bauteile verschlissen. Diese Uhr ist nicht wirklich viel gelaufen.

 

Ich habe festgestellt, dass das Axialspiel des Ankers etwas zu groß war. Auch beim Minutenrad traf dasselbe zu. Das damit verbundene Viertelrohr hatte die Platine berührt. Ich habe das Spiel durch Verschieben der Steine korrigiert.

 

Ich erläutere auch gerne, wie das Axialspiel im Uhrwerk sein sollte: Unruh, Anker und Hemmrad dürfen nur so wenig Spiel haben, wie möglich, um unterschiedliche Antriebsverhältnisse weiter auszugleichen.

 

Das gleiche gilt auch für Räder, die direkt mit einem Zeiger verbunden sind. Allerdings nicht wegen der Antriebsverhältnisse, sondern damit es keine Probleme mit dem Höhenspiel der Zeiger gibt. Sie dürfen sich nicht untereinander und auch nicht Zifferblatt berühren.

 

Alle anderen Räder dürfen spürbares Spiel haben.

 

Generell ist darauf zu achten, dass die Räder nirgends streifen (Platine, Federhaus, Spiralfeder etc.) und dass Rad und Trieb sicher ineinander greifen können. Das Spiel darf aber auch nicht zu knapp sein, sodass es bei leichten Verspannungen von Platine und Brücken im Laufwerk nicht zu Klemmungen kommen kann.

 

Alle Teile werden nun sortiert in die Reinigungskörbchen gelegt.

 

Der Anker und die Unruh werden später gereinigt, da sie nicht im Ultraschall gereinigt werden dürfen. Die Ankersteine und der Hebelstein der Unruh werden mit Schellack befestigt. Dies ist ein Klebstoff, der nur unter Hitze verarbeitet werden kann. Da die Reinigungsflüssigkeit im Ultraschall erwärmt wird, könnte der Schellack weich werden und die Steine sich lösen und verschieben.

 

Alles andere wird nun einschließlich Ultraschall gereinigt.

 

Das Gehäuse, die Drücker und die Krone werden in der Zwischenzeit ebenfalls gereinigt. Die Krone und die Drücker werden nur in klarem Wasser behandelt, um die Dichtungen nicht zu beschädigen.

 

Und anschließend werden sie getrocknet.

 

Danach werden alle Dichtungen gefettet und wieder eingesetzt. Auch die Drücker werden wieder eingebaut. 

 

Die Zugfeder wird nur mit einem Stück Ledertuch gereinigt.

 

Mittlerweile ist der erste Reinigungsgang abgeschlossen. Der vertrocknete Schmierstoff ist vollständig verschwunden.

 

Der Anker und die Unruh werden als zweites ohne Ultraschall gereinigt.

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